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Burnout-Prophylaxe

Ausgebrannt sein (burnout) ist eine Folge des Lebensstils und der Lebensbedingungen in der Postmoderne. Burnout-Phänomene nehmen deutlich zu.
Die Zusammenhänge - nicht nur der Berufswelt - sind komplexer geworden und die beruflichen Anforderungen gestiegen. Wir sind mit dem Handy überall erreichbar und sollen Emails möglichst von unterwegs erledigen. Eine viel größere Reaktionsgeschwindigkeit wird von uns gefordert. Die Anforderungen von außen drängen oft das zurück, was uns von innen her motiviert, wozu wir uns berufen fühlten, als wir uns für einen bestimmten Berufweg entschieden haben. Wir fühlen uns zu sehr von außen gesteuert und in ständige Anspannung versetzt. Der Tag-Nacht-Rhythmus ist häufig gestört, die aktive Zeit hat sich weiter in den Abend verschoben. Das führt zuerst zu Schlafstörungen, einer der Hauptursachen für folgende Phänomene, die nicht selten durch Unzufriedenheit am Arbeitsplatz verschärft werden:

  • Antriebslosigkeit
  • mangelnde Konzentrationsfähigkeit
  • depressive Stimmungslagen
  • Entzündungen und Immunschwäche

Burnout ist nicht nur ein psychisches Phänomen, auch wenn es psychisch verursacht ist. Es geht nämlich um zwei Botenstoffe, die dem Körper nicht mehr zur Verfügung stehen:
- Der Neurotransmitter Serotonin, der nicht nur für eine zufriedene Grundstimmung steht, sondern der den Rhythmus und damit auch den Schlaf steuert. Der Schlaf wird durch ein eigenes Hormon ausgelöst, Melatonin, dessen Produktion wiederum durch den biologischen Körperrhythmus gesteuert wird.
- Cortisol kommt als zweites wichtiges Hormon ins Spiel: Gestörter Schlaf hat Auswirkungen auf die Hormonproduktion, z.B. auf das von der Nebennierenrinde bereitgestellte Hormon Cortisol. Es dämpft nicht nur die Entzündungen, z.B. bei rheumatischen Erkrankungen, sondern bewirkt, dass wir uns wach und arbeitsfähig fühlen. Cortisol wird in der zweiten Nachthälfte gebildet. Wird durch nicht abgebaute Anspannung und unregelmäßige Einschlafzeiten der körpereigene Rhythmus gestört oder bricht er sogar zusammen, steht am Morgen zu wenig oder kein Cortisol zur Verfügung. 

Die durch einfache Methoden messbaren Defizite der Serotonin- und Cortisolproduktion haben zur Folge, dass Burnoutpatienten ohne medizinische Hilfe nicht die Kraft finden, ihren Tageablauf so zu ändern, dass sie wieder normal arbeitsfähig sind und ihre Immunabwehr wieder intakt ist. Die hier kurz dargestellten psychischen und biologischen Zusammenhänge führen zu folgenden Themen der Burnout-Seminare, die  weiterbildung-live in Kooperation mit Neurolab durchführt.

  • Faktoren, die zu Burnout führen, u.a. fehlgelenkte Berufsmotivation
  • Schlafstörungen als erste, ernstzunehmende Symptome für eine Burnoutgefährdung
  • Die den Körperrhythmus organisierende Funktion des Serotonin
  • Die Steuerung der Cortisol-Produktion
  • Depression als Folge von Cortisolmangel, die Problematik der Antidepressiva
  • Immunschwäche als Folge von Stress und Cortisolmangel
  • Die notwendige medizinische Betreuung von Burnoutpatienten – psychologische Beratung bleibt ohne medizinische Betreuung wirkungslos
  • Burnoutprophylaxe durch Entspannung und einen geordneten Tagesrhythmus
  • Die besondere, langfristige Wirkung von Bewegung

Informationstage und Kurse können bei weiterbildung live gebucht werden.

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