Gruppenstunden für Kinder und Jugendliche planen und durchführen: Konzentration auf das Thema erreichen
Kinder und Jugendliche sind nicht mehr so leicht für ein Thema zu gewinnen, vor allem sind die Aufmerksamkeitsspannen sehr viel kürzer geworden. Handy, Internet-Communities, die ständige Verfügbarkeit von Musik, Gameboys bleiben nicht ohne Wirkung. Zudem gibt es viele Konkurrenzangebote, die um die Zeit und das Taschengeld der jungen Generation konkurrieren.
Es sind die alten Weisheiten, die für die Arbeit mit Gruppen ein gewisses Gegengewicht darstellen.
1.Klare Leitung Für eine Gruppenstunde bzw. einen Abschnitt sollte einer, eine die Leitung haben, damit sich die Gruppenmitglieder an einer Person orientieren können. 2.Die Leitung sollte ein Programm vorbereitet haben. Das wird für die Gruppenmitglieder spürbar. Wenn der Ablauf diskutiert wird, baut das Verbindlichkeit ab. 3.Es hat sich bewährt, für einen längeren Zeitraum nicht nur Termine, sondern auch Themen festzulegen. 4.Eine Spielrunde am Beginn ist hilfreich. Wenn es gelingt, die Übung, das Spiel entsprechend dem Hauptthema der Gruppenstunde auszuwählen, wird das Thema bereits vorbereitet.
Vereinbarungen mit der Gruppe Die Gruppendynamik und die auf ihrem Konzept entwickelten Gruppenleiterschulungen verlagern eigentlich die Leitung in die Gruppe. Im Hintergrund steht auch die Überzeugung, dass der prozesswichtiger ist als die Inhalte. Wenn sich ein verband, eine Kirchengemeinde, eine Gruppe ein Wertesystem gegeben und bestimmte Aufgaben gestellt hat, dann hat die Leitung jeweils die Aufgabe, die Wertvorstellungen zu vertreten und die Bewältigung der Aufgabe zu ermöglichen. Der Prozess kann dann nicht die gesamte Zeit der Gruppe beanspruchen, zudem machen die Werte bestimmte Vorgaben so kann eine Kirchengemeinde nicht die Gottesdienste aus dem Programm streichen, im Umgang mit Konflikten kommt den Werten eine wichtige Orientierungsfunktion zu. Die Dynamik der Gruppe, des Gremiums, des Teams läuft natürlich mit, vor allem in der Konfliktphase. Es empfiehlt sich, die Gruppe nicht erst in der Konfliktphase zum Thema zu machen. Wichtig ist, dass sich die Gruppe auf gemeinsame Aufgaben und Projekte verständigt sowie auf Regelungen für die Treffen und das Zustandekommen von Entscheidungen (s. Verbindlichkeiten-Gremien) Für die Planung von Themen und Projekten ist die Einbeziehung aller Gruppenmitglieder ein wichtiger Baustein für den Erfolg. Es ist günstiger, eine längere Zeitstrecke zu planen, das schafft mehr Verbindlichkeit, als wenn man kurzfristig jeweils neu den Planungsprozess neu initiiert.
Eckhard Bieger
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