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Was macht eine Übung? 

Sie ermöglicht Teilnehmern, aktiv zu werden. Dadurch speisen Übungen Lernenergien in den Kurs. Die Kunst besteht darin, die Energien für den nächsten Schritt zu nutzen. Das ermöglicht eine Übung, weil sie immer zu einer bestimmten Erfahrung, einer Einsicht, zu einem Arbeitsergebnis führt. Diese werden in der Auswertungsphase der Übung herausgearbeitet, um dann weitergeführt zu werden.

Beispiele:

1.    Training
In einer Trainingssequenz wurde das Verbalisieren geübt. Die Teilnehmenden haben erlebt, dass sie durch das Verbalisieren die Aussagen der einzelnen besser behalten, als wenn sie nur zuhören. Es besteht das Zutrauen und die Energie ist aufgebaut, dass der nächste Trainingsschritt gelingen kann, nämlich aus der Verbalisierung heraus die Beiträge der einzelnen nicht mehr einzeln wiederzugeben, sondern nach Themen zusammenzufassen. Es wird also der Erfahrungsaustausch zusammengefasst und für den nächsten Schritt fruchtbar gemacht.

2.    Thematische Erarbeitung
Mit der Lexikonmethode wurde ein Themengebiet erschlossen. Die Ergebnisse  der einzelnen Gruppen sind auf einer Metaplanwand zusammengestellt. Es ist für alle dokumentiert, was zu der Thematik deutlich geworden und was noch offen geblieben ist. In einer Murmelrunde sammeln die Teilnehmenden offene Fragen. Die Murmelrunde klärt, was bereits am Thema verstanden wurde und was noch bearbeitet werden muss. Sie setzt damit die Energie frei, sich mit den restlichen offenen Fragen zu beschäftigen.

3.
   
Projektgruppe bzw. Team:
In dem Rückblick auf eine durchgeführte Aktion, z.B. ein Fest oder ein Projekt, ist ein Problem benannt worden. Die Teilnehmenden sind motiviert, sich in der Vorbereitung auf das nächste Fest oder ein neues Projekt mit dem Problem zu beschäftigen. Zudem hat der Erfahrungsaustausch jeden auf den gleichen Informationstand gebracht und es ist auch deutlich geworden, dass das nächste Fest besser läuft, das nächste Projekt besser umgesetzt werden kann, wenn das Problem angegangen und nach Möglichkeit gelöst wird. Der Rückblick hat damit nicht nur das Problem ans Licht gebracht, sondern auch die Energie der Gruppe aufgebaut, eine Lösung für das Problem zu entwickeln.

Um die Energien zu nutzen und auch an dem Thema, der Frage der Teilnehmer weiterzuarbeiten, ist eine sorgfältige Auswertung Voraussetzung. Ohne Auswertung verpufft eine Übung. Dabei ist immer die thematische Logik zu beachten. Wenn Teilnehmer oder Teammitglieder sich durch Kleingruppenarbeit in eine bestimmte Fragestellung eingearbeitet haben, dann gehen sie wie von selbst auf dem Weg weiter. Deshalb muss die Leitung an dem, was die Teilnehmer erkannt haben, was sie bewegt, an ihren neuen Fragen weiterarbeiten und darf nicht ein anderes Thema, z.B. durch ein Kurzreferat, einspeisen. Erst wenn das Thema bearbeitet ist, geht die Leitung zu einemneuen Thema über.

Die Leitung kann jewiels im Einstieg für einen neuen Arbeitsschritt die Aufmerksamkeit lenken. Will sie auf ein Thema direkt hinsteuern, geht das am einfachsten über einen Erfahrungsaustausch. Wichtig ist, die Fragestellung für den Erfahrungsaustausch bzw. die Lexikonmethode so zu formulieren, dass die Teilnehmenden sich auf die Fragestellung hin bewegen.